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Das Erhaltungszucht-Projekt |

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Die ursprüngliche Absicht zur Erhaltung des Belgischen Bartkaninchens war es, aus den noch vorhandenen Tieren wieder einen überlebensfähigen Bestand aufzubauen - ging es doch darum, eine vom Aussterben bedrohte Rasse, von der offenbar nur noch wenige "reinrassige" Tiere erhalten waren, zu retten. Leider war diese Absicht aus mehreren Gründen nicht durchführbar:
Daher ging kein Weg daran vorbei, ein zweites Standbein aufzubauen, und dazu war leider die Einkreuzung einer anderen Rasse nötig. Warum gerade Graue Wiener?
An dieser Stelle muss verdeutlicht werden, dass es nicht darum gehen sollte, das Bartkaninchen durch diese Einkreuzung zu "verbessern", denn man hätte es damit ja auch verändert und vom Ursprung entfernt, und das wäre eine Verschlechterung im Sinne der Erhaltung des genetischen Potenzials. Daher wurde danach mit ursprünglichen Bartkaninchen rückgepaart, um das "geparkte" genetische Potenzial zu reaktivieren und den Einfluss der eingekreuzten Rasse wieder zu verdrängen. Die Kreuzungstiere aus dem Erhaltungszuchtprojekt wurden durch Kennzeichnung und zuchtbuchmäßige Erfassung dokumentiert. Glücklicherweise tauchten jetzt noch "neue" Rammler auf, so dass die Gefahr einer erneuten Inzucht umgangen werden konnte. Damit waren jetzt sogar ganz neue Kombinationen, z. B. die Zusammenführung zweier verschiedener Rammler-Linien, möglich. Unabhängig davon wurde auch die Weiterzucht mit den noch vorhandenen Kaninchen ursprünglicher Herkunft, also ohne Wiener-Einfluss, weiter betrieben, soweit es ging. |